Vereinschronik in Kurzform

Vereinsgründung

Am 07. April des Jahres 1894 entschlossen sich einige Bürger des heutigen Stadtkreises Kiel-Pries einen Verein zur Pflege des Schießsportes zu Gründen

Im Zentrum der Stadt Kiel bestanden zu damaliger Zeit bereits etliche große Schützenvereine, wie

Große Grüne Schützengilde von 1412,
Brunswiker Schützengilde von 1638,
Alte Gaardener Gilde von 1738,
Wilhelminen-Schützengilde von 1831,
Kieler Bürger-Schützengilde von 1858,

die schon auf mehr als 100-jährige Tradition zurückblicken konnten. Die neugegründete Gemeinschaft wurde aus der Taufe gehoben und erhielt zunächst - diese Tatsache dürfte nur wenigen bekannt sein - den Namen:
     
  "Schützenverein Prieser Höhe".

"Aller Anfang ist schwer", das mussten sich auch die Gründer Lalowski und Korb sagen. Naturgemäß stand den sportbegeisterten Schützen zur Durchführung ihres Sportes nicht gleich ein Schießstand zur Verfügung. Alten Aufzeichnungen nach fand im Jahre 1894 das Schießen zunächst im Saal des Gasthofes "Zur Erholung" statt. Bei schönem Wetter wurde auch mal draußen im ehemaligen Koloniepark geschossen. Bald gewann der neugegründete "Schützenverein Prieser Höhe" Ansehen und Wohlwollen in der gesamten Bevölkerung von Friedrichsort. Ein besonders kameradschaftliches Verhältnis wurde zu der damaligen Kaiserlichen Marine gepflegt. Das gute Verhältnis führte dazu, dass den Prieser Schützen die Mitbenutzung des Marine-Schießstandes in Falckenstein gestattet wurde, dort, wo früher die Gaststätte "Zum alten Schießstand" stand und wo heute in der Sommerzeit Kinder Ferien machen.

Neben dem wöchentlichen Schießtraining fanden sich die Prieser Schützen auch zu regelmäßigen monatlichen Versammlungen ein. Und wie die alten Aufzeichnungen aufzeigen, wurde der Versammlungsbesuch von unseren Schützenvätern als eine ernste Pflichterfüllung betrachtet. Sie kamen monatlich zusammen, auch wenn keine wichtigen Vereinsangelegenheiten zu besprechen waren.

Seit  der Gründung fand das heute noch traditionelle Königsschießen statt, welches in Form eines Schützenfestes zu einem Volksfest für ganz Friedrichsort und Pries wurde. Kameradschaftliche Kontakte wurden mit den Schützenvereinen Dänischenhagen, Schilksee und dem Schützenverein Alt-Heikendorf gepflegt.

Im Jahre 1903 wurde die erste Schützenhalle des Vereins erbaut. Durch Eigenleistung und finanzielle Leihgaben der Mitglieder konnten die Kosten von 845,95 Reichsmark erbracht werden. Die Spender erhielten Anteilsscheine, die je nach Kassenlage wieder ausgezahlt wurden.

Im Jahre 1904 gehörten dem Verein 37 aktive Schützen an.

Die Prieser Schützen waren schon zum damaligen Zeitpunkt auf größeren Schützentreffen vertreten, so unter anderem im Jahre 1909 beim XVI. Deutschen Bundesschießen in Hamburg und beim  Norddeutschen Bundesschießen vom 12. - 15. Juni 1909 in Flensburg.

1909_5_Standbau_kleinDas Jahr 1909 war ein Meilenstein in der Geschichte des Schützenvereins "Prieser Höhe". Es wurde mit dem Bau eines eigenen Schießstandes auf dem Gelände an der Straße nach Falckenstein begonnen. Die erforderlichen Arbeiten wurden wie immer von den Mitgliedern ich Eigenleistung erbracht.  Für den Kauf von Baumaterialien und des Grundstückes von dem Bauern Gotsch aus Dorf Pries musste ein Darlehn in Hohe von 2.500,00 Reichsmark aufgenommen werden.

Am 16. und 17. Mai 1910 wurde im festlichen Rahmen unter Beteiligung der Friedrichsorter Bevölkerung die Einweihung des neuen, eigenen Schießstandes gefeiert. Zu den vielen Ehrengästen gehörten vor allem die Kaiserliche Marine mit ihrem Friedrichsorter Kommandanten. Für die Schützen war es eine große Ehre, die Marine begrüßen zu dürfen, war es doch erst durch das kameradschaftliche Verhältnis möglich gewesen bis zum jetzigen Tag einen geregelten Schiessbetrieb durchzuführen.

Nach der Einweihung des neuen Schießstandes entschloss man sich zur Umbenennung des Schützenvereins "Prieser Höhe" in
heutigen Namen “Friedrichsorter Schützenverein von 1894”.

Am 30.07.1910 erfolgte beim Königlichen Amtsgericht in Kiel die Eintragung in das Vereinsregister. Gleichzeitig trat der Verein dem Deutschen Schützenbund bei.

Ein Jahr nach der Einweihung des Schießstandes wurde wieder gebaut. Die Schießhalle wurde durch den Anbau einer Veranda vergrößert.

Trotz  Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahre 1914 wurde der Schiessbetrieb und das Vereinsleben fortgeführt. Mancher Schützenbruder musste an die Front und die Reihen der Schützen lichteten sich. Das während des 1. Weltkrieges das Vereinsleben nicht vollständig zum Erliegen kam, war der Gründung einer Jugendschützenabteilung im Jahre 1915 geschuldet.

Etliche Jugendliche im Alter von 15 - 18 Jahren meldeten sich als Mitglieder und gerade in deren Interesse wurde versucht, ein Vereinsleben aufrecht zu erhalten, so gut es ging.

Von der allgemeinen kritischen  Wirtschaftslage Ende der 20-ziger Jahre wurde der Verein hart getroffen. Arbeitslosigkeit und mangelndes Interesse zwangen beinahe dazu, den Verein aufzulösen. Doch der mutigen Initiative einer kleinen, dem Verein treu verbliebenen Schützenschar, ist es zu danken, dass es nicht zu diesem bedauerlichen Schritt gekommen ist. Es wurde mit allen Mitteln versucht, neue Mitglieder für den Schießsport zu werben. Der Erfolg blieb auch nicht aus.

Das Schießgelände wurde im Laufe der Jahre - trotz mancher Rückschläge - mehr und mehr ausgebaut, bis am Schluss 4 Stände a 175 m, zwei a 50 m für KK-Gewehr und ein Pistolenstand vorhanden waren. Die Durchschnittsmitgliederzahl betrug bis zum zweiten Weltkrieg ca. 55 - 60 Personen.

Doch neue Schwierigkeiten stellten sich mit Beginn des 3. Reiches ein. Mit allen Mitteln wurde versucht, den Friedrichsorter Schützenverein geschlossen für den damaligen "Stahlhelm" zu gewinnen, doch die Schützen konnten sich zu diesem Schritt nicht entschließen. Jedoch konnten sie sich nicht dagegen wehren, dass der Schießsport nunmehr als Wehrsport galt und in das Arbeitsgebiet des Reichssportführers übergeführt wurde. Das hatte zur Folge, dass dem Friedrichsorter Schützenverein von 1894 nunmehr in seinem Handeln und Tun die Hände gebunden waren. Nichts durfte getan werden, selbst eine Vorstandswahl durfte nicht vorgenommen werden ohne Wissen und Zustimmung des Beauftragten des Reichssportführers der Stadt Kiel.  Zum damaligen Zeitpunkt musste dem Vorstand eines Schützenvereins ein "Dietwart" und ein "Werberat" angehören.

Der "Dietwart" war für die politische  Schulung innerhalb des Vereins verantwortlich, und der "Werberat" hatte als Verbindungsmann zwischen dem Beauftragten des Reichssportführers und dem Verein zu wirken. Der Einfluß des NS Reichsbundes für Leibesübungen, dem seit der Gleichschaltung der Friedrichsorter Schützenverein als Mitglied angehören musste, wirkte sich auf das Vereinsleben in mancher Beziehung hemmend und erschwerend aus.

Die Vereinsfahne musste abgegeben werden und eine Fahne des NS Reichsbundes durfte nur noch anstatt der eigenen genommen werden. So manches Mal dürfte im Schützenkreis an das harmonische Vereinsleben in der "guten alten Zeit" gedacht worden sein.

Der 2. Weltkrieg mit seinen unheilvollen Auswirkungen brachte das Vereinsleben gänzlich zum Erliegen. Wegen Munitionsmangel konnte kein Schießen mehr durchgeführt werden.

Am 19.07.1944 fand die letzte Versammlung, von nur 12 Mitgliedern besucht, statt. Das Vermögen des Vereins inklusive Schießstand ging vorerst verloren.

Die Fahne des Schützenvereins mit Insignien des NS Reichsbundes für Leibesübungen wurde unmittelbar nach dem Zusammenbruch vernichtet. Vom Friedrichsorter Schützenverein von 1894 blieb nur noch die Erinnerung übrig.

Neubeginn 1951

Bei der 1. offiziellen Monatsversammlung am 13.12.1951 zeigte es sich, welch erfreuliches Echo das Wiederaufleben des traditionsreichen Schützenvereins von Friedrichsort gefunden hat. Gleich 6 neue Mitglieder wurden als Schützenbrüder aufgenommen. Und wie aus späteren Protokollen hervorgeht, wurden monatlich bis zu 10 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen.

Das dem Vorstand und allen Mitgliedern nach dem Zusammenbruch viel Arbeit und Opfer bevorstehen würden, war jedem bewusst. Musste doch wieder von ganz vorne begonnen werden. Da der ehemals vereinseigene Schießstand noch von den Alliierten beschlagnahmt war, wurde in den Sälen öffentlicher Gaststätten geschossen, so z. B. im "Haus Erholung", im  "Deutschen Haus", im "Falckenhorst" und im "Zum alten Schießstand".

Nach vielen langwierigen und schwierigen Verhandlungen wurde das Schießstandgelände dem Verein zurück gegeben. Nach    alten Aufzeichnungen war hier auch eine große Portion Glück dabei. Gemäß damaliger  Regelung sollte nach Übernahme durch den NS Reichsbundes  der Grundbucheintrag automatisch gelöscht werden. Dieses ist glücklicherweise durch nicht überlieferte Umstände übersehen worden. Dadurch konnte der Verein nach Eintrag in das neue Vereinsregister als Besitzer zugeordnet werden.

Die Schiessstandanlage mit Halle war durch Zeit und Not zu einem Trümmerhaufen geworden. Wie schon vor 60 Jahren griffen auch jetzt die Friedrichsorter Schützen zur Selbsthilfe. Um die Finanzierung zu bewältigen wurde auf der Versammlung vom 20.09.1952  beschlossen, so genannte Bausteine zu verkaufen, grüne Karten zu 1,--DM, sowie rote Karten zu 5,--DM. Auf der Rückseite eines jeden Bausteines war der Satz vermerkt: Rückzahlung erfolgt je nach Kassenlage des Vereins, frühestens nach 3 Jahren“. Durch diese Urform der Investitionsgesellschaft konnte der Wiederaufbau finanziert werden.

Weitere Bilder vom Vereinsheimbau



Durch zähen Fleiß wurde in dreijähriger Arbeitszeit der Schießstand wieder aufgebaut, so dass der Verein über eine eigene Schießanlage von 4  KK-Ständen und 7 Luftgewehrständen verfügte.

Ein weiteres Ereignis war die Beschaffung einer neuen Vereinsfahne.
Nachdem die alte Fahne durch den NS Reichsbund beschlagnahmt und vernichtet wurde musste eine neue her. Mit Stolz und großer Fahnenweihe konnte die neue Fahne am
21.06.1952 geweiht werden



Neben dieser Arbeit wurde vorerst der Schießsport in Form von Schießen mit dem Luftgewehr aufgenommen. Im August 1953 wurde das erste Königsschießen nach dem Kriege durchgeführt, und die erste Königswürde errang der 1. Vorsitzende Herwig Schlör. Das zweite Königsschießen im Jahre 1954 war ein ganz besondere Ereignis: das 60-jährige Vereinsbestehen wird außergewöhnlich intensiv gefeiert, weil man den 50. Vereinsgeburtstag im Kriegsjahr 1944 nicht feiern konnte.


Darüber hinaus konnte der damalige Präsident des Norddeutschen Schützenbundes, Rudi Rössler, den neu errichteten und fertiggestellten Schießstand einweihen.

Von 1951 bis 1962 war Herwig Schlör 1. Vorsitzender des Friedrichsorter Schützenvereins.


Der damalige KK-Stand in einigen Bildern, vor allem die Seilzuganlage

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Von 1962 bis 1972 führte dann Helmut Almreiter als 1. Vorsitzender den Verein. Unter seiner Leitung wurde 1964/65 ein Bauabschnitt von 7 weiteren Luftgewehrständen durchgeführt. Der Verein konnte jetzt Stolz auf 14 Luftgewehrstände schauen.

Das Jahr 1966 ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Friedrichsorter Schützenvereins von 1894 e.V.
Im April des Jahres 1966 wurde der Friedrichsorter Schützenverein im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24.12.1953 als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt.

Am 08.10.1966 hatte der Verein die Freude, im Beisein von Vertretern der Schützenverbände, der Stadt Kiel sowie weiteren Sportverbänden, sein eigenes Heim einzuweihen. Dieser Bauabschnitt gelang nur aufgrund der vielen Helfer aus dem Schützenverein und nicht zuletzt der vielen Spender aus der Geschäftswelt. Auch die Stadt Kiel und der Sportförderungsausschuß gaben zu dem  Werk ihren Obolus. Insgesamt wurden durch Spenden und Zuschüsse ca. DM 13.800,00 aufgebracht. Wie schon 1910, mangelte es im Jahre 1966 den Friedrichsorter Schützen auch heute nicht an Unternehmungsgeist.

Knappe 3 Jahre Später, im Jahre 1969, wurde der Schießstand unter dem damaligen 1. Vorsitzenden Helmut Almreiter an das Ortsstromnetz der Stadt Kiel angeschlossen. Gleichzeitig wurde eine Platzüberdachung gebaut, damit man Wetterunabhängig seine Erbsensuppe zum Schützenfest essen konnte
.
Nach Beendigung der Amtszeit von Helmut Almreiter wurde Horst Heise, zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er führte den Verein von 1972 bis 1978.

Von 1978 bis 1990 war dann 12 Jahre lang Alfred Heydenreich 1. Vorsitzender. In seiner Amtszeit mußte er und der gesamte Friedrichsorter Schützenverein mit einem schrecklichen Ereignisfertig werden.

                                                                               

Am 05. Juni 1982 wurde das Schützenheim und die gesamte Schießsportanlage durch ein Großfeuer bis auf die Grundmauern zerstört. Es wurde zwar Brandstiftung eindeutig festgestellt, jedoch konnten die Täter nicht ermittelt werden. Nachdem das lähmende Entsetzen überwunden  war, wurde "kräftig in die Hände gespuckt" und zur Sache gegangen.

Weitere Bilder der Ruine



In der Vereinsgeschichte haben die Friedrichsorter Schützen oft bewiesen, was durch Eigenleistung bewirkt werden kann, so auch 1982/83.

Grundsteinlegung Helmut Almreiter kleinNach den Aufräumarbeiten wurde in die Hände gespuckt, die Mitglieder legten Hand an und
am 03.12.1982 war es soweit, der Ehrenvorsitzende Helmut Almreiter legte mit dem 1. Vorsitzenden den Grundstein (KN vom 03.12.82)  für den Wiederaufbau. Für Helmut Almreiter war das die zweite Grundsteinlegung für den Verein.



Weitere Bilder vom Wiederaufbau 1982

Am 18.03.1983, nur 3 1/5 Monate später konnte schon Richtfest gefeiert werden. In diesem rasanten Tempo ging es weiter. Nach knapp 1. jähriger Bauzeit wurde das neue Schützenheim (KN-Bericht) rechtzeitig vorm Schützenfest eingeweiht.

Von 1990 bis 1994 führte Georg Lott, oder Schorsch, wie ihn alle nannten, den Verein. Er hatte bereits vorher 12 Jahre bei  Alfred Heydenreich als 2. Vorsitzender "geübt". Besonders die Planung und Leitung des Schützenfestes zum 100 jährigen Bestehen, sowie die Ausrichtung des “Landesschützentag 1994” vielen in seine Amtszeit.

Von Januar 1995 bis Januar 2002 führte Dietrich Gnevkow als 1. Vorsitzender erfolgreich die Geschäfte des Friedrichsorter Schützenvereins.

Vom 19. Januar 2002 bis 26. Januar 2008 war Jörg Kläschen der 1. Vorsitzende des Friedrichsorter Schützenvereins.

Des ewigen Bauens nicht Müde entstand im Oktober 2003 die Idee, den bisherigen 50 Meter Kleinkaliberstand auf gesamt 100 Meter zu erweitern. Damit würde die Fahrt nach Neumünster entfallen, dort trainieren bisher alle Vereine in der 100m Disziplin in einen Einzugsgebiet von ca. 50 km. Und wieder spuckten die Mietglieder in die Hände, es wurde gerodet, gebaggert und planiert. Seit Beendigung der Arbeiten besitzt der Verein 5 Schiessbahnen a 100m, die variabel auf 50m umgestellt werden können. Eine vollelektronische Trefferanzeige rundete die zur Zeit letzte große Baumaßnahme ab. Aber wer weis, die ein oder anderen Ideen sind beim gemütlichen Bier im Vereinsheim schon zu hören gewesen.

Bilder vom Bau des KK-Standes 2004

Vom 22. Januar 2008 führte Karl-Heinz Hübner den Verein als 1. Vorsitzender an. 

Am 04.10.2010 übergab der 1. Vorsitzende die Vereinsgeschäfte an den 2. Vorsitzenden Martin Nowak ab. Ab hier ergab sich was völlig neues in der Vereinsgeschichte des Friedrichsorter Schützenvereins, trotz mehrfachen Nachfragens konnte kein kommissarischer  1. Vorsitzender gefunden werden.

Der 2. Vorsitzende war gezwungen die Vereinsgeschäfte bis zur Jahreshauptversammlung im Januar 2011 alleine zu führen. Doch auch auf der Jahreshauptversammlung stand der Verein weiterhin ohne 1. Vorsitzenden da, Wochenlang sah es so aus, als wenn der Verein 60 Jahre nach Neugründung vor dem Abgrund stand.

Am 09.03.2011 wurde eine neue Versammlung einberufen und in letzter Minute konnte Stefan Hecke als neuer 1. Vorsitzender gewonnen werden. Die Katastrophe konnte abgewendet werden.
 

Dafür stand die nächste vor der Tür, das Dach es Luftgewehrstandes war völlig marode und durchgeweicht, Jahrelange Leckagen in der Dachhaut haben zur völligen Zerstörung der Dachsubstanz geführt. Die Luftgewehrstände mussten vorübergehend gesperrt werden.

Die eine Krise überwunden, nahmen die Vereinsmitglieder den Hammer in die Hand und der Schatzmeister Fred Becker den Stift und schrieb und telefonierte in der Welt herum, um Geld für die Sanierung zu besorgen.

Dank großzügiger Spenden von Vereinsmitgliedern und Geschäftsleuten, sowie unermüdlicher Eigenleistung der Vereinsmitglieder unter der Leitung des Sachverwalters Arno Voigtsberger, wurde das zuerst als nicht realisierbar angesehene Teil-Projekt viel früher als erwartet, im August 2011 erfolgreich abgeschlossen.

1. Bauabschnitt

Das marode Dach (360m) wurde komplett abgerissen, Rauhspund genagelt, ULB-Bahn verlegt und durch eine ortsansässige Dachdeckerfirma die eigentliche Dachpappe aufgebracht. Es mussten Tonnen von alten durchweichten Spanplatten, alte Dachpappe, sowie über 50 riesige Säcke durchnässte Dämmwolle entsorgt werden.  Der Luftgewehrstand wurde komplett demontiert und ausgeräumt. Wiedererwarten haben es die vielen fleißigen Helfer geschafft zum Abschluss des 1. Bauabschnittes 8 von 16 Luftgewehrständen soweit wieder herzustellen, das die größte Sorge, der Schießsport wieder aufgenommen werden konnte.

2. Bauabschnitt
 
Jetzt geht es an den 2. Bauabschnitt, die Innensanierung des Standes, sowie die Isolierung des Daches, geplante Fertigstellung Anfang Sommer 2012.

Fortsetzung folgt……….

 

Öffnungszeiten

Training:
Do. 19:00-22:00 Uhr
So. 10:00-12:00 Uhr

Vereinsheim:
wie oben oder nach
Vereinbarung mit
unserer Vereins-
bewirtung.
 

Friedrichsorter Schützenverein

von 1894 e.V.